

Jedes Kind in Deutschland kennt die Bremer Stadtmusikanten. Das Märchen der Brüder Grimm erzählt von vier Tieren – einem Esel, einem Hahn, einem Hund und einer Katze – die alt sind und deshalb geschlachtet werden sollen. Um diesen traurigen Schicksal zu entgehen, büchsen die Vier aus und wollen in Bremen Stadtmusikanten werden, denn "etwas Besseres als den Tod findest du überall", wie es im Märchen heißt. Unterwegs finden sie eine Räuberhütte im Wald und schaffen es mit vereinten Kräften, die Räuber darin zu verjagen. Am Ende der Geschichte bleiben sie im Haus und beginnen dort ein neues Leben.
Eine Statue der vier Tiere steht vor dem Bremer Rathaus und die Musikanten sind dort ebenso bekannt wie der Roland. Dieser und das Rathaus symbolisieren seit über 600 Jahren die Freiheit der alten Hansestadt, deren Kaufleute sie groß und mächtig machten. Einen Eindruck von dem Bremen der Hanse vermittelt noch das verwinkelte Schnoorviertel. Welche Bedeutung der Handel mit anderen Ländern und Kulturen für die Bremer hatte, wird dagegen im Überseemuseum der Stadt klar: Hier lagern Ausstellungsstücke aus allen Winkeln der Erde, zusammengetragen von emsigen Bremer Entdeckern und Seereisenden.