

Eine Erdgrube klingt zunächst nach keiner besonderen Sehenswürdigkeit. In der Grube Messel wurde bis 1970 Tagebau betrieben: Ölschiefer, Eisenerz und Braunkohle. Erst nach deren Stilllegung rückte ein bisheriges Nebenprodukt in den Vordergrund - Fossilien.
Über 40.000 Fossilien sind bisher in Messel gefunden worden. Sie dokumentieren das Leben vor etwa 47 Millionen Jahren anhand von 109 Pflanzenfamilien, 8 Fisch-, 31 Reptilien-, 5 Amphibien- und mehr als 50 Vogelarten sowie über 30 wirbellosen Tierarten. Die Fossilien in Ölschiefer sind so gut erhalten, dass zum Teil selbst ihr Mageninhalt noch erkennbar ist. Zu den bekanntesten Fossilien gehören die Urzeitpferde, von denen mehr als 70 Exemplare gefunden wurden.
Wegen dieses Artenreichtums in der Grube Messel wurde sie 1995 auf die UNESCO-Welterbeliste gesetzt. Sie ist damit die einzige Naturwelterbestätte in Deutschland.
| Adresse: |
Grube Messel
Roßdörfer Staße 108
64409
Messel
|
|---|---|
| Telefon: | +49 (0) 6159 717535 |
| Internet: | www.grube-messel.de |
| Führungen: | Vorherige Anmeldung über das Internet erforderlich. |