

Kann eine so trockene Sache wie das Zollwesen unterhaltsam sein? Sie kann. Das Deutsche Zollmuseum in der Speicherstadt beweist es. Denn die Geschichte der Abgabensysteme ist nicht nur steinalt, sie trieb auch stets kuriose Blüten. Sei es bei denen, die Zoll oder Steuer zur Aufbesserung ihrer Kassen erhoben, oder bei denen, die erstaunliche Kreativität zur Umgehung solcher Pflicht entwickelten. So verfielen in früheren Jahrhunderten Landesfürsten auf die Idee, eine Perücken- und Bartsteuer zu erheben. Und Schmuggler auch unserer Tage scheuen keinen Aufwand, um verbotene Waren unbemerkt über Landesgrenzen zu bringen. Verstecke, die Zollbeamte lüften konnten – von der Beinprothese bis zum Korbgeflecht aus Marihuana – sind jetzt im alten Zollamt Kornhausbrücke präsentiert.
Auf zwei Stockwerken verfolgt die Ausstellung die Geschichte des Zoll- oder Abgabenwesens bis ins Altertum. Das älteste Ausstellungsstück, eine mit Keilschrift versehene Tontafel aus Mesopotamien, stammt aus dem Jahr 1964 vor Christus. Es folgt eine römische Torzollquittung aus Papyrus und ein Papstbrief auf Pergament. Das Münzkabinett lässt die komplizierten Vorgänge an innerdeutschen Grenzen ahnen, als fast jeder Staat noch eine andere Währung hatte. Nicht weniger als 1.800 Zollstellen gab es in Deutschland bis zum Jahr 1834.
| Adresse: |
Deutsches Zollmuseum (Hamburg)
Alter Wandrahm 16
20457
Hamburg
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| Telefon: | +49 (0) 40 300 876 11 |
| Internet: | www.deutsches-zollmuseum.de![]() |
| Öffnungszeiten: | Di-So 10-17 Uhr. |
| Eintrittspreise: | Frei. |