

Hier erfährt der gemeine Schwabe alles über die Findigkeit von seinesgleichen. Und der Zugereiste alles über die handwerklich begabten Schwaben, die immer noch mehr Patente anmelden als andere deutsche Landsleute – nur die pfiffigen Sachsen sind in dieser Hinsicht noch reger. Das Museum wurde jüngst einer umfassenden Renovierung unterzogen, viele Abteilungen dabei neu strukturiert. Die Kunstkammern der Herzöge stehen im Mittelpunkt. Sie sind üppig gefüllt, und durch Löcher im Boden schaut man auf Mauerreste aus dem 13. Jahrhundert.
Lückenlos dokumentiert ist die Kulturgeschichte des Landes, von der Steinzeit über die Zeit von Kelten, Römern und Alemannen, das Mittelalter und bis in die Gegenwart. Welch hohen Standard die Schwaben schon früh aufwiesen, zeigen Kunsthandwerk, technische Instrumente, Textilien, astronomische Geräte und Prunkuhren der Renaissance, aber auch Kuriosa wie das älteste erhaltene Kartenspiel Europas von 1430. In der Königsgruft liegen die Gebeine zweier Monarchenpaare, zu sehen ist ein Keltenfürst mit originalen Grabbeigaben. Als sei er erst jüngst beerdigt worden. Der kostbare Württembergische Kronschatz ist oben im Turm ausgestellt. Im Fruchtkasten neben der Stiftskirche ist die Musikinstrumentensammlung mit Tasteninstrumenten aus vier Jahrhunderten beherbergt. Klassikfans bekommen dort leuchtende Augen.
| Adresse: |
Landesmuseum Württemberg (Stuttgart)
Schillerplatz 6
70173
Stuttgart
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| Telefon: | +49 (0) 711 89 535 111 |
| Internet: | www.landesmuseum-stuttgart.de![]() |
| Öffnungszeiten: | Di-So 11-17 Uhr. |
| Eintrittspreise: | 3 €, erm. 2 €. |