

Die Anfänge des Vestischen Museums bzw. des Hauses der Geschichte gehen auf die heimatkundliche Sammlung des 1890 gegründeten Orts- und Heimatvereins Recklinghausen zurück. Nach der Zerstörung im Zweiten Weltkrieg gab es erst 1988 eine Wiedereröffnung in einem ehemaligen Verwaltungsgebäude. Hier kann man sich auf 1.000 Quadratmetern Ausstellungsfläche auf einen Rundgang durch die Stadt- und Landesgeschichte begeben, bei der ein weiter Bogen geschlagen wird von der geologischen Sammlung über ur- und frühgeschichtliche Funde in die Zeit der mittelalterlichen Stadtwerdung bis zur Entwicklung einer modernen Großstadt zu Beginn des 20. Jahrhunderts.
Zahlreiche Exponate geben Aufschluss über das Arbeits- und Alltagsleben. Dabei werden Besucher auch mit der nationalsozialistischen Propaganda und der Judenverfolgung im „Vest Recklinghausen“ konfrontiert. Die Wohnungsnot nach dem Zweiten Weltkrieg wird ebenso dokumentiert wie die Nierentischkultur der fünfziger Jahre. Eine Besonderheit des Museums ist die einzigartige Sammlung naiver Kunst in Deutschland. Hier sind die „malenden Kumpels von der Ruhr“ ebenso vertreten wie internationale Klassiker. Mittlerweile ist die Kollektion auf mehr als 800 Exponate angewachsen. Zu weltweitem Ruhm hat es der Bergmann Erich Bödeker gebracht, einer der wenigen Bildhauer unter den Laienkünstlern. Eine weitere Bereicherung erfuhr das Haus durch die Sammlung der Galeristin Marianne Kühn, die dem Vestischen Museum 350 Exponate übereignete. Themen der Stadt- und Frühgeschichte und die Kunst der Naiven bereitet das Vestische Museum unter wechselnden Gesichtspunkten für Ausstellungen auf.
| Adresse: |
Vestisches Museum (Recklinghausen)
Hohenzollernstr. 12
45659
Recklinghausen
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| Telefon: | +49 (0) 2361 501946 |
| Internet: | www.kunst-re.de![]() |
| Öffnungszeiten: | Fr-So, Feiertage 11-18 Uhr, Heiligabend, Silvester 11-14 Uhr. |
| Eintrittspreise: | 1,50 €, erm. 0,75 €, Gruppen je 0,75 €. |
| Führungen: | Bitte telefonisch erfragen. |