

Hätte es Hannes König und seine Lebensgefährtin Gudrun Köhl nicht gegeben, so würde in München außer einem Brunnen auf den Viktualienmarkt wohl gar nichts mehr an den großen Komiker und Dadaisten Karl Valentin erinnern. Er hatte sich in den Kopf gesetzt, ein Valentin-Museum zu gründen, und nach längerem Hin und Her gelang es ihm, von der Stadt einen Turm des Isartors dafür zu bekommen. Seitdem ist dort das „Valentin-Musäum“ untergebracht, vor einigen Jahren um den Namen seiner kongenialen Partnerin und Anregerin Liesl Karlstadt erweitert.
Freilich, die Sicht auf Karl Valentin ist eine andere geworden im Lauf der Jahrzehnte, was man seinem „Musäum“ leider so nicht anmerkt. Galt er früher nur als lustiger Blödler, als Verfertiger komischer Sketche für bunte Abende, so hat man inzwischen längst seine Bedeutung für die Theatergeschichte und für den kreativen Umgang mit Sprache erkannt. Im Valentin- Karlstadt-Musäum konnte man diesen Wandel im Valentin- Bild, vor allem aus Finanznot, nicht so recht mitmachen. Leiterin Sabine Rinberger, die 2005 Gudrun Köhl nachfolgte, geht die behutsame Modernisierung durchaus gewitzt an und will von 2008 an in einer neu konzipierten Ausstellung nicht nur das gesellschaftliche Umfeld Karl Valentins stärker beleuchten und neue Besucherschichten erreichen.
| Adresse: |
Valentin-Karlstadt-Musäum (München)
Isartor
80331
München
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|---|---|
| Telefon: | +49 (0) 89 223 266 |
| Internet: | www.valentin-musaeum.de![]() |
| Öffnungszeiten: | Mo, Di, Sa, So 11.01-17.29 Uhr, So 10.01-17.29 Uhr. |
| Eintrittspreise: | 1,99 €, erm. 1,49 €. |