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Topographie des Terrors (Berlin)

Stiftung Topographie des Terrors Berlin
Stiftung Topographie des Terrors (Foto: Bildwerk/Stiftung Topographie des Terrors)

Hier war das Zentrum des Bösen. Von diesem Ort aus wurden die Befehle zur Verfolgung und Ermordung politischer Gegner und ganzer Völker, der Juden, der Sinti und Roma gegeben. Hier wurden die organisatorischen Voraussetzungen für die Deportation und Vernichtung geschaffen. Die Stiftung und Ausstellung „Topographie des Terrors“ hinter dem Martin-Gropius-Bau hat ihren Sitz auf dem ehemaligen „Prinz-Albrecht-Gelände“ zwischen Stresemann- und Niederkirchnerstraße. Hier befanden sich zwischen 1933 und 1945 die zentralen Institutionen des NS-Verfolgungsapparates: Gestapo, die SS-Führung, der Sicherheitsdienst der SS (SD), ab 1939 auch das Reichssicherheitshauptamt. Dort befand sich auch das „Hausgefängnis“ der Gestapo: Es bestand aus 33 Zellen und wurde für Häftlinge genutzt, an deren Vernehmung die Gestapo ein besonderes Interesse hatte. Hier saßen Mitglieder des deutschen Widerstands zwischen den Folterverhören genauso ein wie der bekannte Berliner Rabbiner Leo Baeck.

Berlin

Nach 1945 wurde das Gelände planiert und als Schuttplatz und Fahranfänger-Übungsgelände genutzt. Erst 1986 wurden die Kellergewölbe wieder freigelegt. 1987, im Rahmen der 750- Jahr-Feier Berlins, wurde darin in einer provisorischen Ausstellung die Geschichte des Ortes dokumentiert. Diese Ausstellung stieß in der Öffentlichkeit auf so viel Widerhall, dass sie zunächst auf unbestimmte Zeit verlängert wurde. 1992 wurde die „Topographie des Terrors“ gegründet. Seit 1995 arbeitet sie als eine selbstständige Stiftung öffentlichen Rechts und wird gemeinsam vom Land Berlin und von der Bundesrepublik Deutschland getragen. Ziel ist die Vermittlung der Geschichte des Nationalsozialismus und die Anregung zur Auseinandersetzung mit der NS-Vergangenheit und ihren Folgen. Dazu entstand auf dem Prinz-Albrecht-Gelände ein Internationales Dokumentations- und Begegnungszentrum, das in Dauerausstellungen über „Geschichte des Geländes“, „Topographie des Terrors“ und „Gestapo-Hausgefängnis“ informieren will.

Dauerausstellungen

Gebäude - Gestapo, SS und Reichssicherheitshauptamt in der Wilhelm- udn Prinz-Albrecht-Straße

Ausstellungsgraben - Berlin 1933-1945. Zwischen Propaganda und Terror

Geländerundgang - Der historische Ort "Topographie des Terrors". Ein Geländerundgang in 15 Stationen

Adresse: Topographie des Terrors (Berlin) Niederkirchnerstrasse  8
10963   Berlin
Telefon: +49 (0) 30 254 509 50
Internet: www.topographie.de(Externer Link)
Öffnungszeiten: ganzjährig von 10.00 Uhr bis 20.00 Uhr, ausgenommern 24.12./31.12. und 1.1.
Eintrittspreise: Frei.
Führungen: Führungen nach Vereinbarung unter Tel. 030 - 25450970 oder fuehrungen@topogrphie.de.
Nahverkehr:
Bus:
U-Bahn:
S-Bahn:
S Anhalter Bahnhof: S1, S2, S25

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