

Aus der Sammlung des „Duisburger Altertumsvereins“ ging das Kultur- und Stadthistorische Museum hervor, das seit 1991 seinen Sitz am Duisburger Innenhafen hat, einem Standort, an dem sich auf anschauliche Weise Vergangenheit und Zukunft verbinden. Hier erinnern die archäologische Zone „Alter Markt“, die Stadtmauer, deren sichtbare Teile aus dem 13. und 14. Jahrhundert stammen, die spätgotische Salvatorkirche und das Dreigiebelhaus an das mittelalterliche Stadtleben, während sich der Innenhafen als prägnantes Beispiel für den heutigen Strukturwandel in der Region darstellt.
Die anspruchsvolle Umnutzung der denkmalgeschützten Speicher- und Mühlengebäude zeigt sich insbesondere im Altbautrakt des Museums, einem Getreidesilo von 1904, wo der Geschichte der Mühlenindustrie eine eigene Abteilung gewidmet ist. Durch den raschen Bevölkerungsanstieg im Ruhrgebiet hatte sich der Bedarf nach Getreideprodukten vervielfacht. Duisburg galt zu Beginn des 20. Jahrhundert als der „Brotkorb des Ruhrgebiets“, und in der ehemaligen Rosiny-Mühle, die 1969 den Betrieb einstellte, waren seinerzeit bis 200 Menschen beschäftigt. Deren Arbeitsalltag wird in einem Ausstellungsraum anschaulich dargestellt.
Der andere Schwerpunkt der Schausammlung des Museums sind die Stadtgeschichte und die Alltagskultur der hiesigen Bewohner von der ersten Besiedelung in der Steinzeit bis zur heutigen industriell geprägten Großstadt. Auf der ersten Etage, der „Schatzkammer“ des Museums, wird der Kartograf Gerhard Mercator, den seine große Weltkarte von 1569 unsterblich machte, gewürdigt. Er war es, der mit dem Wort Atlas einen neuen Gattungsbegriff für Kartensammlungen prägte, der mit seinem Namen untrennbar verbunden ist. Zahlreiche Karten, Atlanten und zwei Originalgloben des Himmels und der Erde belegen das rastlose Schaffen des ehemaligen Landvermessers, der in der Duisburger Salvatorkirche begraben ist. Ein weiterer Ausstellungsschwerpunkt sind die Münzen und Antiken der Sammlung Köhler-Osbahr, die das Stifter-Ehepaar in vielen Jahren zusammentrug. In Sonderausstellungen werden die vielfältigen Aspekte der Duisburger Stadtgeschichte, der Archäologie und der Kartografie beleuchtet.
| Adresse: |
Kultur- und Stadthistorisches Museum Duisburg
Johannes-Corputius-Platz 1
47051
Duisburg
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| Telefon: | +49 (0) 203 283 2640 |
| Internet: | www.stadtmuseum-duisburg.de![]() |
| Öffnungszeiten: | Di-Do, Sa 10-17 Uhr, Fr 10-14 Uhr, So 10-18 Uhr. |
| Eintrittspreise: | 3 €, erm. 2 €. |