

Mitte der achtziger Jahre des 20. Jahrhunderts war der Bau des Briten James Stirling weltweit in aller Munde, er gilt als Hauptwerk postmoderner Architektur. Heute wirkt der futuristische Bau mit seinen poppigen Farben, der offenen Rotunde, Treppenverbindungen und dem verglasten Eingangsbereich immer noch anziehend, hat aber Patina angesetzt. Selbst kühne Bauwerke altern. Trotzdem gehört der Musentempel an der so genannten Stuttgarter Kunstmeile nach wie vor zu den meistbesuchten Museen Deutschlands und zeigt immer noch bedeutende Kunstausstellungen. Die genaue Bezeichnung ist Neue Staatsgalerie, sie ging mit der spätklassizistischen Alten Staatsgalerie eine bauliche Verbindung ein, die als gelungen erscheint.
Letztere wurde im 19. Jahrhundert gegründet. 2002 kam noch ein Erweiterungsbau hinzu, in dem ausschließlich die Grafische Sammlung gezeigt wird. Besonderer Anziehungspunkt ist die Picasso-Sammlung, eine der größten überhaupt. Auch andere europäische Stilrichtungen sind reichlich vertreten: Fauves, Brücke, Blauer Reiter, Kubismus. Dazu großartige Werkkomplexe einzelner Künstler, etwa Beckmann, Schlemmer, Modigliani und Beuys. Der Altbau hält deutsche, italienische und niederländische Malerei parat. Mehrere Werke von Rembrandt und Rubens zieren die Wände. Die Impressionisten sind vor allem mit Monet, Pissarro und Gauguin vertreten. Ständige Wechselausstellungen bringen hochrangige Kunst aus aller Welt nach Stuttgart.
Stimmungsvoll präsentiert sich der Skulpturen-Innenhof. Seit einiger Zeit versteht sich das Haus als „Museum in Motion“, eine Empfehlung der Unternehmensberatung McKinsey. Das bedeutet, dass Werke öfters gewechselt und die Wände in unterschiedlichen Farben gestaltet werden. So soll der Blick verfremdet und Neugierde geweckt werden. Den grasgrünen Boden der Neuen Staatsgalerie sollte man einmal gesehen haben – so kann eine Farbe leuchten!
| Adresse: |
Staatsgalerie Stuttgart
Konrad-Adenauer-Str. 30
70173
Stuttgart
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| Telefon: | +49 (0) 711 470400 |
| Internet: | www.staatsgalerie.de![]() |
| Öffnungszeiten: | Di/Mi/Fr-So 10-18, Do 10-21 Uhr, jeden ersten Samstag im Monat KunstNacht 18-24 Uhr. |
| Eintrittspreise: | 4,50 €, Mi frei, KunstNacht 10 €, erm. 8 €. |