

Goethe hätte das kopulierende Vogelspinnenpärchen interessiert. Die größten Spinnen der Welt werden - weltweit einzigartig – in der Wirbellosen-Abteilung beim Sex gezeigt. Naturnahe Aufklärung, mal anders als mit Blumen und Bienen. Horden von Halbwüchsigen grölen erst vor dieser Vitrine, dann beginnen sie zu grübeln; der Besuch des Museums ist für alle Schulklassen der Rhein-Main-Region obligatorisch.
Nach dem Abschluss der 26 Millionen Euro teuren Umgestaltung, verbunden mit zahlreichen Umbauten, tun sie es noch lieber. Das Senckenberg bleibt Deutschlands besucherstärkstes Naturkundemuseum. Das 1821 eröffnete Haus, ein neobarocker Prachtbau, besitzt einen einmaligen Fundus biologischer Vielfalt. Er umfasst rund 20 Millionen katalogisierte Objekte von der Käferlarve über den afrikanischen Vormenschenschädel bis zum Dinosaurierskelett. Die größten aller Tiere, die es je gab, haben es auch den meisten Besuchern angetan - in allen Altersgruppen. Die Saurierskelette werden im Lichthof verschiedenfarbig angestrahlt. Ein Dino hat 300 bis 400 Knochen, der Mensch 199. Und dieses Mehr an Knochenmasse beeindruckt am Parasaurolophus, einem in Herden lebenden Pflanzenfresser mit langen Knochenfortansatz am Hinterkopf, und am lebensecht präparierten Papageienschnabelsaurier. Dem Frankfurter Museum sind 300 Experten angeschlossen, die vor allem bei der systematischen Zoologie und Botanik Weltspitze sind. Der Anspruch, Bildung, Wissenschaft und Kultur gleichermaßen zu vermitteln, ist seit 1763 Pflicht.
| Adresse: |
Naturmuseum Senckenberg (Frankfurt a.M.)
Senckenberganlage 25
60325
Frankfurt a.M.
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| Telefon: | +49 (0) 69 754 20 |
| Internet: | www.senckenberg.de![]() |
| Öffnungszeiten: | Mo/Di/Do/Fr 9-17, Mi 9-20, Sa/So 9-18 Uhr. |
| Eintrittspreise: | 5 €, erm. 2,50-4 €. |