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Schloss Nymphenburg (München)

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(Foto: www.pixelio.de)

So groß war die Freude des Kurfürsten Ferdinand Maria (1636-1679) über die Geburt seines Sohnes Max Emanuel, dass er seiner Gemahlin Adelheid von Savoyen gleich ein ganzes Schloss schenkte. Es war die ebenso lebenslustige wie auch geistreiche Adelheid, die die Gestalt des Baus im wesentlichen mitbestimmte und auch den ersten Architekten, den Italiener Agostino Barelli, aussuchte. Sie gab dem Schloss seinen Namen und nannte es „Borgo delle Ninfe“, Nymphenburg. Schließlich ließ ihr Sohn Max Emanuel nach den Türkenkriegen ab dem Jahr 1701 das Schloss weiter ausbauen, in seiner Gesamtheit ist es eines der prächtigsten Beispiele für den weltlichen bayerischen Rokoko. Zwischen 1817 und 1850 schuf der Hofmaler Joseph Karl Stieler im Auftrag von Ludwig I. die berühmte Schönheitengalerie, die 36 Portraits von Frauen aus unterschiedlichen Ländern und Bevölkerungsschichten zeigt, sie wird bis heute als eine der Hauptattraktionen Nymphenburgs angesehen.

Muenchen

Derweil findet sich im Südflügel des Schlosses das Marstallmuseum mit Prunkkarossen, Schlitten und Reitausrüstungen der bayerischen Kurfürsten und Könige. Besonders sehenswert jedoch ist im Obergeschoss des Marstalls die einzigartige und weltweit größte Sammlung von alten Nymphenburger Porzellanen. Der berühmteste Porzellanplastiker war Franz Anthony Bustelli. Rund 150 Modelle hat er geschaffen, von denen die wichtigsten die 16 Damen und Herren der „Commedia dell’Arte“ sind. Bis heute werden sie gefertigt. Der Schlossgarten von Nymphenburg ist weitläufig, teils im französischen, teils im englischen Stil angelegt. Hier befinden sich vier weitere Kleinode, die man besichtigen kann: die Minischlösschen Pagodenburg, Badenburg und Amalienburg sowie die Magdalenenklause, in die sich der Kurfürst gerne zum Gebet zurückgezogen hat.

Adresse: Schloss Nymphenburg (München) Schloss Nymphenburg 
80638   München
Telefon: +49 (0) 89 17 90 80
Internet: www.schloesser.bayern.de(Externer Link)
Öffnungszeiten: April-15. Okt.tgl. 9-18 Uhr, 16. Okt.-März 10-16 Uhr.
Eintrittspreise: 5 €, erm. 4 €.

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