

Im Sommer 2003 herrschte Bürgerkriegsstimmung in Darmstadt, das sich seines größten Schatzes beraubt sah: der im Schlossmuseum seit 150 Jahren beherbergten Schutzmantelmadonna von Hans Holbein d. J., ein von außergewöhnlicher Farbigkeit bestimmtes Bild von 1526, eine mehr als 100 Millionen schwere Rarität, ein Höhepunkt altdeutscher Malerei. 1822 hatte es Prinz Wilhelm von Preußen seiner hessischen Gemahlin verehrt. Nun wollte die Darmstädter Linie des Hauses Hessen es ans Frankfurter Städel geben. Unerhört! Die Darmstädter waren nahe daran, wieder ihre Stadtmauer hochzuziehen.
Die Schutzmantelmadonna – eine gekrönte Himmelskönigin von großer Anmut, mit dem segnenden Jesuskind auf dem Arm - steht auf der Liste nationaler Kulturgüter weit oben und ist Darmstadts zugkräftigste Attraktion. Nach viel Aufregung, die das Gemeinsame der Städte - etwa die kulturelle Zusammenarbeit in RheinMain - auf eine harte Probe stellte, endete das Ganze mit einem Kompromiss. Frankfurt stellte die Madonna 2004 im Städel aus, danach kehrt sie nach Darmstadt zurück.
Das Schlossmuseum steht im Mittelpunkt des Stadtensembles, ein Monumentalbau mit mehreren Höfen und Gebäudeflügeln. Hofbibliothek und Kunstsammlungen waren bereits ab 1820 für die Öffentlichkeit zugänglich - das ist von großer Seltenheit im deutschsprachigen Raum.
| Adresse: |
Schlossmuseum Darmstadt
Marktplatz 15
64283
Darmstadt
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|---|---|
| Telefon: | +49 (0) 6151 240 35 |
| Internet: | www.schlossmuseum-darmstadt.de![]() |
| Öffnungszeiten: | Mo-Do 10-13 u. 14-17, Sa/So 10-13 Uhr. |
| Eintrittspreise: | 2,50 €, erm. 1,50 €. |