

1901 war von den Familien Rautenstrauch und Joest der Grundstein zu einer stattlichen Sammlung gelegt worden, die ihren Platz in einem 1906 eigens zu Museumszwecken gebauten Haus am Ubierring fand. Schwerpunkte liegen im Bereich der nordamerikanischen Indianer und der Inuit, der Kunst aus Thailand, Kambodscha, Indien und Tibet. Aber auch Gold- und Silberarbeiten aus Indonesien und Alt-Peru sind in der ständigen Ausstellung präsent.
Der imposante Bestand des Museums blieb völkerkundlichen Sammlern nicht verborgen, die ihre Schätze hier aufgehoben wissen wollten. So floss dem Museum die bedeutende Khmer-Kunst aus der Sammlung von Hans W. Siegel zu und Ellen Doetsch-Amberger schenkte dem Museum zwei umfangreiche Konvolute mit altägyptischer und afrikanischer Kunst. Und nicht nur Kinder zeigen sich fasziniert von der 1990 von Barbara Schu gestifteten Spielzeugsammlung, die 5.000 Exponate umfasst.
Dieser einzigartige kulturhistorische Schatz wird nun endlich ein neues, modernes Domizil in der Stadtmitte bekommen. Das Haus am Ubierring ist geschlossen, weil man dort bereits mit den Umzugsvorbereitungen befasst ist. Im Sommer 2009 soll der Neubau eröffnet werden, der viermal mehr Platz bietet. Hier geht man mit einem neuen Ausstellungskonzept an den Start. In großen Räumen wird es statt einer Dauerausstellung kulturvergleichende Schauen geben. Viele der zukünftigen Themen unter der Überschrift „Der Mensch und seine Welten“ stehen schon fest: Klischee und Vorurteil, Wohnformen und Religion. Zum Wahrzeichen soll ein sieben Meter hoher Reisspeicher aus Indonesien werden, für den ein Platz im Foyer reserviert ist.
| Adresse: |
Rautenstrauch-Joest-Museum für Völkerkunde der Stadt Köln
Ubierring 45
50678
Köln
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| Telefon: | +49 (0) 221 33694 0 |
| Internet: | www.museenkoeln.de![]() |
| Öffnungszeiten: | Wegen Umbaus bis Sommer 2009 geschlossen. Der Museumsdienst bietet jedoch auch während der Schließung Führungen durch die Dauerausstellung, Werkkurse und Kindergeburtstagsfeiern an. Tel.: 0221 221 23468. |