

Eine Lehrstunde ganz anderen Kalibers bietet Jugendlichen und Erwachsenen das NS-Dokumentationszentrum im El-De-Haus, das nach seinem Bauherrn, dem Kaufmann Leopold Dahmen, benannt wurde. Diese hautnahe Begegnung mit der nationalsozialistischen Vergangenheit vergisst man nicht mehr. Zugleich bietet sich in der ehemaligen Gestapo-Zentrale Kölns Gelegenheit, durch unmittelbare Anschauung einen emotionalen wie auch intellektuellen Zugang zur dunkelsten Epoche deutscher Geschichte zu gewinnen.
Das am Appellhofplatz gelegene Gebäude diente der Gestapo als Dienststelle, in der gefoltert und gemordet wurde. Mehrere hundert Menschen sind im Innenhof des El-De-Hauses hingerichtet worden. In den Achtzigerjahren setzten Bemühungen ein, die rund 1.800 Inschriften zu erhalten, die von den hier einsitzenden Gefangenen in die Zellenwände geritzt wurden. Es befinden sich viele letzte, verzweifelte Botschaften von Juden, Russen und politisch Oppositionellen darunter, die hier ihren Tod fanden. Das Haus wurde zum Dokumentationszentrum umgebaut, in dem Forschungs- und Bildungseinrichtungen untergebracht sind, die über die Zeit des Nationalsozialismus aufklären.
| Adresse: |
NS-Dokumentationszentrum der Stadt Köln
Appellhofplatz 23
50667
Köln
|
|---|---|
| Telefon: | +49 (0) 221 2212 6332 |
| Internet: | www.museenkoeln.de![]() |
| Öffnungszeiten: | Dienstag, Mittwoch und Freitag 10 bis 16 Uhr, Donnerstag 10 bis 18 Uhr, Samstag, Sonntag 11 bis 16 Uhr. |
| Eintrittspreise: | 3,60 €, erm. 1,50 €. |