

Im Grunde ist der Name ein wenig irreführend: Denn das Staatliche Museum für Völkerkunde ist eigentlich auch ein Kunstmuseum, als solches die Künste außerhalb Europas behandelnd. Hervorgegangen ist die Sammlung aus dem Kuriositätenkabinett der bayerischen Herzöge und Kurfürsten. Im 19. und frühen 20. Jahrhundert wuchs die Sammlung vor allem durch bayerische Naturforscher, die im Amazonas, im Himalaja und in Zentralasien unterwegs waren, gewaltig an. Zudem hatte die Prinzessin Therese von Bayern eine Schwäche für Südamerika, unternahm bis 1897 sogar selbst mehrere Forschungsreisen dorthin und brachte zahlreiche Fundstücke mit. Sogar Südsee-Exponate aus dem Nachlass von James Cook sind in München zu sehen.
Heute ist das Völkerkundemuseum nach dem Berliner das größte in Deutschland, mit mehr als 150.000 Exponaten, und neben Basel, London und Wien eines der wichtigsten Europas. Dauerausstellungen gibt es zu den Sammlungs- bereichen Ostasien, Indien, Afrika, Lateinamerika, Nord- amerika, Ozeanien und islamischer Orient. Dem ältesten erhaltenen Kajak aus dem 16. Jahrhundert wird man dort ebenso begegnen wie japanischen Stoffbildern aus dem 19. Jahrhundert oder afrikanischen Masken. In jüngster Zeit öffnet sich das lange Zeit als recht verstaubt geltende Museum zunehmend nach außen: Es gibt regelmäßig „Ethnologische Salons“ mit kulturwissenschaftlichen Themen, Konzerte und Partys mit Welt- und Popmusik sowie ein umfangreiches Kinderprogramm.
| Adresse: |
Staatliches Museum für Völkerkunde (München)
Maximilianstr. 42
80538
München
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|---|---|
| Telefon: | +49 (0)89 2101 36100 |
| Internet: | www.voelkerkundemuseum-muenchen.de![]() |
| Öffnungszeiten: | Di-So 9.30-17.15 Uhr. |
| Eintrittspreise: | 3,50, erm. 2,50, So 1 €. |