

Der Ehrenhof soll wieder zu einer der ersten Adressen in Düsseldorf werden – so will es die Landeshauptstadt, die mit dem Unternehmen E.ON zu diesem Zweck die „Stiftung museum kunst palast“ ins Leben gerufen hat. Düsseldorf praktizierte damit die erste große kulturelle public-private-partnership in Deutschland und war Vorreiter für ein Modell, das zunehmend Nachahmer findet. Neuer Generaldirektor ist der aus der Schweiz stammende Beat Wismer.
Die grundlegende Erneuerung (hinter der denkmalgeschützten Fassade) des ehemaligen Kunstmuseums Düsseldorf, das nach dem Vorbild des Pariser „Petit Palais“ jetzt unter dem Namen „museum kunst palast“ firmiert, vollzog sich nach Plänen des Kölner Stararchitekten Oswald Mathias Ungers. 32 Millionen Euro hat der Bau gekostet, insgesamt stehen hier nun 9.000 Quadratmeter Ausstellungsfläche zur Verfügung.
e für Kinder zur Verfügung.
Neben Ausstellungen der Klassischen Moderne und alter Kunst liegt der Akzent auf der Präsentation von zeitgenössischer Kunst aus allen fünf Kontinenten. Mit epochenübergreifenden Dialogen wird nicht nur Geschichte auf spannende Weise reflektiert, sondern auch die Lust an der Auseinandersetzung geweckt. Interessante Installationen bieten Raum für ästhetisch-sinnliche Eindrücke. Leitgedanke des neuen Konzepts ist es, die Bedeutung Düsseldorfs als Kunstzentrum von internationalem Rang hervorzuheben. Den roten Faden der Neuhängung bildet dabei die zentrale Stellung der Kunstakademie für die Sammlung des Museums wie für die Geschichte der Düsseldorfer Kunst.
„Europa und die Fremde“ lautet das erste Kapitel der neuen Sammlungspräsentation, die sich mit Prozessen des Kulturtransfers über Ländergrenzen und Erdteile hinweg befasst und Fragen nach der Wechselwirkung von europäischer und außereuropäischer Kunst stellt. Im Mittelpunkt steht der Dialog zwischen Orient und Okzident, der durch die Gegenüberstellung venezianischer Malerei mit einer Auswahl orientalisch-arabischer Metall-, Holz- und Elfenbeinarbeiten sichtbar wird.
Unter der Überschrift „Hof und Bürgertum“ wird an die kurfürstlichen Wurzeln der Sammlung erinnert, die durch
Schenkungen aus der Bürgerschaft ergänzt wurden. In einer Gruppe von Familienbildnissen, bürgerlichen und bäuerlichen Szenen und Stilleben werden bürgerliche Lebenswelt und höfische Prachtentfaltung einander gegenübergestellt. Ein Höhepunkt ist das Rubens-Gemälde „Die Himmelfahrt Mariae“. In einer weiteren Abteilung erlebt man die „Akademie zwischen Tradition und Erneuerung“. Hier wird der Bogen von der Entstehung der Düsseldorfer Malerschule Anfang des 19. Jahrhunderts bis zur jungen Kunstszene des 21. Jahrhunderts geschlagen. Den Auftakt machen Gemälde der Nazarener, Vertreter der sezessionistischen Bewegungen werden ebenso vorgestellt wie Hauptwerke der poetischidealistischen Malerei und der Historienmalerei. Mit der Landschaftsmalerei vollzieht sich der Aufbruch in die Moderne.
Das ganze Spektrum zwischen den Malern des „Jungen Rheinland“, den Kunstrichtungen Informel und Abstrakter Expressionsimus bis zu der Situation um 1968 wird aufgefächert; im letzten Raum findet die junge Kunst ein ständig wechselndes Forum. „Expressionismus und Mittelalter“ werden in einer weiteren Abteilung miteinander konfrontiert, in der mittelalterliche Skulpturen und expressionistische Malerei in ein spannungsvolles Verhältnis gesetzt werden. Publikumsträchtige Sonderausstellungen wie die jüngst beendete Caravaggio-Schau bescheren dem Museum regelmäßig Besucherrekorde. Für jüngerer Museumsbesucher steht ein eigens entwickelter Audioguide für Kinder zur Verfügung.
| Adresse: |
museum kunst palast (Düsseldorf)
Ehrenhof 4
40479
Düsseldorf
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|---|---|
| Telefon: | +49 (0) 211 8924242 |
| Internet: | www.museum-kunst-palast.de![]() |
| Öffnungszeiten: | Di-So 11-18 Uhr. |
| Eintrittspreise: | 6 €, erm. 4,50 €. |