

Mit Beginn 2009 ist die Kunsthistorikerin Susanne Gaensheimer, Jahrgang 1967 und zuvor in München und Münster tätig, Leiterin des Museums geworden, das wegen seiner "Tortenstück"- Architektur bundesweit bekannt ist. Sie wird nach dem aus der Schweiz stammenden Kunstpionier Christophe Ammann und seinem Nachfolger Udo Kittelmann manches anders machen. Ammann hatte sich einen legendären Ruf verschafft, als er den Basisschatz des Privatsammlers Karl Ströher systematisch aufstockte, Kittelmann wechselte zur Berliner Nationalgalerie. Mit Gaensheimer ist "das Herrenclubprinzip der deutschen Museumslandschaft durchbrochen" (FAZ), sie will eine Ausstellungsarbeit leisten, die Wissenschaft und Kuratorentätigkeit verbindet und in Ausstellungen den intellektuellen Diskurs befördert. Von ihr wird erwartet, dass sie die Schätze präsentiert, die sich in den Depots des MMK befinden und die recht präzise neuere Kunstgeschichte repräsentieren. Darunter den reichen Befund an Installations- und Performancekunst, die sich mit dem utopischen Potenzial neuer Formen auseinandersetzt und Kunst als emanzipatorischen Gegenentwurf zu einer monotonen Welt begreift. Das MKK habe, sagt sie, "unvergleichliche Arbeiten der amerikanischen Pop Art, der New Yorker Szene, die man auf dem Markt gar nicht mehr bekommt. Meine Arbeit wird sich an der Sammlung des MMK orientieren, sich auch mit progressiveren Künstlern beschäftigen. Ich stehe auf jeden Fall für eine fundierte wissenschaftliche Museumsarbeit."
Das witzige Gebäude mit seinen mit seinen großen und kleinen, rechteckigen und rautenförmigen Räumen eignet sich mehr für die Produkte neuzeitlichen Kunstschaffens als eine altehrwürdige Hülle. Hier können Werke in ihren Brüchen, Gegensätzen und Entwicklungen gezeigt werden. Das MMK besitzt Hochkarätiges aus amerikanischer und europäischer Kunst der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts, etwa von Andy Warhol, Roy Lichtenstein, Claes Oldenburg oder Joseph Beuys. "Wo sonst in Deutschland hat man so eine qualitätsvolle Kollektion von Gegenwartskunst", fragt Gaensheimer zu Recht. Generell will sie verstärkt mit Künstlern zusammenarbeiten.
| Adresse: |
Museum für Moderne Kunst (Frankfurt a.M.)
Domstraße 10
60311
Frankfurt a.M.
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| Telefon: | +49 (0) 69 2123 0447 |
| Internet: | www.mmk-frankfurt.de![]() |
| Öffnungszeiten: | Di/Do-So 10-17, Mi 10-20 Uhr. |
| Eintrittspreise: | 6 €, erm. 3 €. |