

Für Kunstfreunde ist ein Abstecher zum 1959 eröffneten Theater Pflicht. Das Musiktheater im Revier (MiR) gehört zu den herausragendsten Theaterbauten der Nachkriegszeit, denn Architektur und Kunst verschmelzen auf einzigartige Weise. Architekt Werner Ruhnau band berühmte Künstler mit ein, die dem 1997 unter Denkmalschutz gestellten Haus ihren Stempel aufdrückten. Außen fallen die filigranen Röhrenplastiken von Norbert Kricke auf, die vor dem dunkel gestalteten Kleinen Haus in Gegensatz zu Robert Adams‘ „weißem Eingangsklotz“ stehen. Von Jean Tinguely stammen die grauen Mobiles; Paul Dierkes hat die weißen Betonwände im großen Haus gestaltet.
Der Höhepunkt aber sind die wandfüllenden blauen Monochromien und Schwammreliefs von Yves Klein, der in Gelsenkirchen seinen einzigen großen öffentlichen Auftrag realisierte. Als Ruhnau den jungen Franzosen 1957 in Paris traf, stand er noch ganz am Anfang seiner Karriere; als er 1962 starb, gehörte er zu den einflussreichsten Künstlern seiner Generation. Die Gegensätze zwischen hell und dunkel, außen und innen, zwischen rechteckigen und gerundeten Formen, zwischen Farbe und scheinbarer Farblosigkeit verleihen dem Gelsenkirchener Theater einen einzigartigen architektonischen Rang.
| Adresse: |
Musiktheater im Revier (Gelsenkirchen)
Kennedyplatz
45881
Gelsenkirchen
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| Telefon: | +49 (0) 209 4097 243 |
| Internet: | www.musiktheater-im-revier.de![]() |