

Architekturstudenten reisen mit ihren Professoren von weither an, um sich die Konstruktionsweise dieses Gebäudes erläutern zu lassen. Es gehört zu den reizvollsten der Stadt. Manche halten es für die schönste Markthalle Deutschlands. Sie ist denkmalgeschützt, 1914 im Jugendstil erbaut und üppig mit Arkaden und farbigen Fresken ausgestattet. In den siebziger Jahren des 20. Jahrhunderts wäre sie beinahe dem Abrisswahn der Stadtplaner zum Opfer gefallen. Ein Proteststurm der Bürger rettete das markanteste Beispiel der so genannten Stuttgarter Schule.
Schon 1460 gab es im Rathaus eine Halle für den Handel. 1864 wurde die königliche Gemüsehalle eingeweiht, ein moderner Glaspalast, der allerdings bald zu klein war. Der Gemeinderat beschloss einen großzügigen Neubau. Gewinner des Ausschreibens war der junge Architekt Martin Elsaesser, ein Schüler Theodor Fischers, des Begründers der Stuttgarter Schule. Zwei Jahre dauerte der Bau, nach seiner Fertigstellung galt er weit über die Grenzen der Stadt hinaus als Schmuckkästchen. Das Betoninlay hatte damals eine futuristische Anmutung, der Bau war zukunftsweisend.
Heute präsentieren Händler an insgesamt 38 Ständen ihre Ware appetitlich arrangiert. Es herrscht ein Hauch von Basar-Atmosphäre, hervorgerufen durch verschiedene Nationalitäten unter den Stand-Inhabern. Italiener, Griechen, Ungarn, Türken, Franzosen, Deutsche, aber auch solche aus Persien und dem fernöstlichen Raum. Die Symbiose aus Spezialitäten, anspruchsvollen Artikeln feiner Lebensart, auch für Haus und Garten, wird ergänzt durch eine in den letzten Jahren deutlich verbesserte Gastronomie.
| Adresse: |
Markthalle (Stuttgart)
Dorotheenstraße 4
70173
Stuttgart
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|---|---|
| Telefon: | +49 (0) 711 480 410 |
| Internet: | www.maerkte-stuttgart.de![]() |
| Öffnungszeiten: | Mo-Fr 7-18.30, Sa 7-16 Uhr. |
| Eintrittspreise: | Frei. |