

„...schaut auf diese Stadt“, rief der damalige Regierende Ernst Reuter während der Berlin-Blockade den „Völkern der Welt“ zu. Das war damals ziemlich dramatisch. Heute ist es ein berühmtes Zitat. An das Geschehen erinnert der gleichlautende Titel der Dauerausstellung zur Geschichte und Kulturgeschichte Berlins. Doch geht’s hier natürlich nicht nur um die Nachkriegszeit, sondern um das ganze Geschehen von den dörflichen Anfängen im 13. Jahrhundert bis zur Gegenwart als größte deutsche Stadt.
Seit über 125 Jahren dokumentiert das Märkische Museum die geschichtliche und städtebauliche Entwicklung von Berlin durch die Jahrhunderte hinweg. Der Museumskomplex entstand 1899 bis 1908 nach Plänen des Berliner Stadtbaurats Ludwig Hoffmann. Davor war das 1874 gegründete Märkische Museum provisorisch im Palais Podewils (dem heutigen Podewil) untergebracht. Hoffmanns aus Vorbildern der Gotik und Renaissance interessant konstruiertes Gebäude illustriert gewissermaßen kongenial den Wechsel der Epochen. Dabei spiegelt sich die märkische Region, die im Museum dokumentiert wird: Der walmdachbekrönte Turm ist eine Kopie des Bergfriedes der Bischofsburg in Wittstock, die durchbrochenen Schaugiebel und der Ornamentbesatz der gotischen Fassadenteile haben ihr Vorbild in der Katharinenkirche in Brandenburg/Havel. Von dort stammt auch der Roland vom Altstädter Rathaus, der als Reproduktion neben dem Haupteingang des Museums steht.
Das Märkische Museum ist Stammhaus der Stiftung Stadtmuseum, die 1995 aus der Vereinigung von Märkischem Museum und dem ehemaligen Berlin Museum entstanden ist. Nun regiert die Stiftung über mehrere Standorte städtischer Kunstund Kulturgeschichte. Diese findet sich nämlich nicht nur im Märkischen Museum, sondern auch im Knoblauchhaus und dem Ephraim-Palais. Das Schloss Friedrichsfelde widmet sich der Adelskultur, die Domäne Dahlem der Landwirtschafts- und Ernährungsgeschichte und das Museumsdorf Düppel dem mittelalterlichen Dorfleben.
| Adresse: |
Märkisches Museum (Berlin)
Am Köllnischen Park 5
10179
Berlin
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|---|---|
| Telefon: | +49 (0) 30 30866215 |
| Internet: | www.stadtmuseum.de![]() |
| Öffnungszeiten: | Di, Do-So 10-18 Uhr, Mi 12-20 Uhr. |
| Eintrittspreise: | 4 €, erm. 2 €. |
| Nahverkehr: | S-Bahn:
S+U Jannowitzbrücke: S3, S5, S7, S75
U-Bahn:
Bus:
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