

Im Wilhelm Lehmbruck Museum ist mit über 100 Skulpturen, 24 Gemälden, über 600 Zeichnungen und der gesamten Druckgrafik das Lebenswerk des expressionistischen Künstlers (1881-1919) eindrucksvoll repräsentiert. Manfred Lehmbruck, der Sohn des Künstlers, hat das Gebäude entworfen, das im Zentrum der Stadt, inmitten eines Parks, einen Ort der Ruhe und Besinnung darstellt.
Gleich am Eingang begegnet man der „Knienden“ von 1911, einem Leitmotiv des Museums und seiner internationalen Skulpturensammlung. Schon bald nach der Eröffnung zeigte sich, dass der stetig wachsende Bestand nach einer Erweiterung verlangte, für den wiederum Manfred Lehmbruck verantwortlich zeichnete. Drei verschieden große, fensterlose Kuben wurden miteinander verzahnt, die einen bewussten Kontrast zu dem bestehenden Kernbau mit seinen hohen Glaswänden bieten. Der Museumskomplex verbindet sich auf einzigartige Weise mit dem Skulpturenhof und dem angrenzenden Kant-Park, in dem mehr vierzig Großplastiken internationaler Bildhauer zu sehen sind, die durch ihre situations- und ortsbezogene Platzierung eine besondere Ausstrahlung gewinnen.
Im Museum selbst erschließt sich das Lebenswerk Lehmbrucks chronologisch: Der Rundgang beginnt mit den Frühwerken aus der Akademie-Zeit und führt zu den Statuen der Pariser Epoche (1910-1914) mit der 1910 modellierten lebensgroßen „Stehenden weiblichen Figur“, einem ersten Meisterwerk, dem sich expressive Hauptwerke wie die „Kniende“, der „Emporsteigende Jüngling“ und die „Große Sinnende“ anschließen. Die tragischen Auswirkungen des Krieges mit Trauer, Ohnmacht und Verzweiflung thematisiert Wilhelm Lehmbruck eindrucksvoll anhand von Plastiken wie „Der Gestürzte“ (1915/16) und „Der sitzende Jüngling“ (1916/17). Von der Kriegszeit beeinflusst sind auch nahezu alle weiteren Arbeiten Lehmbrucks, der sich im Alter von 38 Jahren in Berlin das Leben nahm. Parallel zum Werk von Lehmbruck zeigt das Museum in eigenen Kabinetten die Zeitgenossen, die den Expressionismus maßgeblich bestimmt haben: Ernst Barlach, Käthe Kollwitz, Ewald Mataré und die „Brücke“-Künstler.
| Adresse: |
Wilhelm Lehmbruck Museum (Duisburg)
Friedrich-Wilhelm-Straße 40
47049
Duisburg
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|---|---|
| Telefon: | +49 (0) 203 283 3172 |
| Internet: | www.lehmbruckmuseum.de![]() |
| Öffnungszeiten: | Di-Sa 11-17 Uhr, So 10-18 Uhr, Mo geschlossen. |
| Eintrittspreise: | 5 €, erm. 2,50 €, bei Wechselausstellungen 6 €, erm. 3 €. |
| Führungen: | Werktags 60 Minuten 45 €, 90 Minuten 60 €, an Wochenenden u. Feiertagen 60 Minuten 60 €, 90 Minuten 75 €, Fremdsprachenzuschlag 15 €. Vorige Anmeldung erforderlich. Öffentliche Führungen finden in der Regel sonntags um 11.30 Uhr kostenlos statt. |