

Obwohl die Kunstsammlungen der Ruhr-Universität mit ihrer Konzentration auf die Kunst nach 1945 einzigartig sind innerhalb der deutschen Universitätsmuseen, die sich vorwiegend dem Bewahren historischer Bestände verschrieben haben, waren die Kollektionen lange Zeit auf dem Campus so gut wie nicht präsent.
Das hat sich geändert, seit die Leuchtschrift des Düsseldorfer Künstlers Mischa Kuball Besuchern den Weg weist: in filigraner, schnörkelloser Typografie ohne Leerstellen zwischen den Wörtern prangt jetzt der Schriftzug „KUNSTSAMMLUNGENDERRUHRUNIVERSITÄTBOCHUM“ auf dem Forum am Gebäude der Unibibliothek, in dem auch die Kunstsammlungen untergebracht sind. Nach einer vom Künstler vorgegebenen Unregelmäßigkeit leuchten vom Einbruch der Dunkelheit an bis zum frühen Morgen computergesteuert einzelne oder mehrere Buchstaben gleichzeitig und zwischendurch auch der gesamte Schriftzug auf, während sich bei Tageslicht vereinzelt Buchstaben durch Sonnenreflexion hervorheben. Das führte zumindest anfangs dazu, dass die Technische Leitwarte der RUB regelmäßig Hinweise ereilten, dass die Leuchtschrift defekt sei. Die klärte die aufmerksamen Anrufer dann umgehend darüber auf, dass es sich hier um „Kunst am Bau“ handele und der Effekt durchaus gewollt sei.
Das Campus-Museum gliedert sich in drei Abteilungen: die bedeutende Antikensammlung, deren Schwerpunkt auf griechischen Vasen liegt; die Münzsammlung und die Kollektion Moderner Kunst, die ihr Profil durch die privaten Stiftungen von Albert Schulze-Vellinghausen und Paul Dierichs und schließlich durch die Ankäufe „konkreter Kunst“ von Max Imdahl, dem ersten Ordinarius für Kunstgeschichte an der Ruhr-Universität, erhielt. Im Januar 1975 wurden die Museumsräume eröffnet, in denen man einen Überblick über die verschiedensten Bereiche Moderner Kunst gewinnen kann. Die Sammlung umfasst Bilder, Grafiken und Skulpturen, u.a. von Albers, Beuys und Fontana, Graubner, Rainer, Serra, Stella und Günter Uecker, dessen Sandmühle hier zu sehen ist. Durch jährliche Zukäufe ist der Bestand inzwischen durch Werke von Boltanski, Richter, Judd, Scully und Turrell erheblich erweitert worden.
| Adresse: |
Kunstsammlungen der Ruhr-Universität Bochum
Ruhr-Universität Bochum
44780
Bochum
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| Telefon: | +49 (0) 234 322 4738 |
| Internet: | www.ruhr-uni-bochum.de![]() |
| Öffnungszeiten: | Di-Fr 11-17 Uhr, Sa, So, Feiertage 11-18 Uhr, Mo geschlossen. |
| Eintrittspreise: | Frei. |