

Die bildende Kunst in Hamburg zu fördern und die Liebe zur Kunst zu wecken – diese Ziele nennt die Satzung von 1947 des Kunstvereins in Hamburg. Gemeint ist die junge Kunst. Solche, die zumeist noch keine museale Öffentlichkeit gefunden hat, doch das internationale und lokale Kunst- geschehen deutlich reflektiert. Die Schweizerin Pipilotti Rist etwa hatte hier Anfang der neunziger Jahre einen ihrer ersten größeren Auftritte in Deutschland. Auch Fiona Tan, die mit ihren stillen Videos bei der Documenta 11 brillierte, war hier früh zu sehen. Darüber hinaus präsentiert der Kunstverein Arbeiten bereits etablierter Künstler.
Wahre Kunstliebhaber waren die Gründungsmitglieder des Kunstvereins. Als der erste in Deutschland formierte er sich bereits 1817. Zunächst als „Konversationsabend“ mit dem Zweck, im kleinen Kreis über aktuelle Kunst zu debattieren. Beschränkte man anfangs noch die Mitgliederzahl auf 50, so dürften es heute über 2.000 kunstsinnige Bürger sein. Die erste Ausstellung fand 1826 statt und präsentierte unter anderem Caspar David Friedrichs „Eismeer“. Von 1919 an widmete sich der Kunstverein neben zeitgenössischer Kunst aus Nord- deutschland auch neuen Tendenzen der europäischen Moderne. So holte er Werke von Picasso, Feininger oder Kokoschka nach Hamburg. Der Kunstverein hat sein Domizil vis-à-vis der Deichtorhallen in den ehemaligen Markthallen am Klosterwall. Verteilt auf zwei Stockwerke stehen hier 1.200 Quadratmeter Ausstellungsfläche zur Verfügung. Ein klassischer White Cube im Erdgeschoss und eine lichte Halle im Obergeschoss. Sehr angenehm auch das angegliederte Restaurant „Jena Paradies“, wo sich nicht nur Kunstfreunde treffen.
| Adresse: |
Kunstverein in Hamburg
Klosterwall 23
20095
Hamburg
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|---|---|
| Telefon: | +49 (0) 40 338344 |
| Internet: | www.kunstverein.de![]() |
| Öffnungszeiten: | Di-So 11-18 Uhr, Do 11-21 Uhr. |
| Eintrittspreise: | 5 €, erm. 3 €. |