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Kunstmuseum Bonn

Kunstmuseum Bonn
Kunstmuseum Bonn (Foto: Presseamt Bundesstadt Bonn)
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Vis-à-vis zur postmodernen Architektur der Kunst- und Ausstellungshalle des Bundes entfaltet Bonns Kunstmuseum seine luftige Grazie. Axel Schultes schuf mit dem 1992 eröffneten Bau ein Museum, das sich einem Edelstein gleich durch seine Linien und Schliffkanten vom Licht umspielen lässt. Schultes komponierte ein reizvolles Ensemble von Räumen, die sich auf oftmals überraschende Weise weiten und verengen und dadurch stets den Dialog zwischen den ausgestellten Kunstwerken und ihrer Wirkungsaura reflektieren.

Koeln

Das ist auch deshalb von Bedeutung, weil man sich in Bonn dem ehrgeizigen Unternehmen verschrieben hat, deutsche Kunst in einer quantitativen Konzentration zu präsentieren, wie sie kein zweites Museum in der Welt zu bieten vermag. Die expressive Kraft der Werke von Baselitz, Kiefer, Penck und Richter kommt hier auf packende Weise zum Ausdruck. Dass die deutsche Kunst nach 1945 den internationalen Vergleich gesucht hat, um ihre besondere Wirkung entfalten zu können, demonstrieren die Bonner mit Dialogen, die sie etwa zwischen Richard Long und Blinky Palermo oder Jannis Kounellis und Mario Merz herstellen.

Ein Rezept, das man auch in der Macke-Abteilung – einem der Glanzstücke der Sammlung – verfolgt, in der Robert Delaunay einen schönen Kontrast zu Mackes delikater Farbpalette bildet. Joseph Beuys ist ein eigener Schwerpunkt gewidmet, der Hunderte von Multiples umfasst. Diese Sammlung von Auflagenobjekten besteht aus Postkarten, Plakaten und Videos, die in ihrer Streuung die enorme Interessenvielfalt des Rheinländers dokumentiert.

Max Ernst, einem anderen Rheinländer von Jahrhundertformat, huldigt die Sammlung Bolliger, zu der Meisterwerke wie etwa Ernsts „Histoire naturelle“ aus dem Jahre 1926 zählen. Skulpturen aus den Dreißigerjahren, Druckgrafiken und illustrierte Bücher eröffnen einen Blick auf das Schaffen des in Brühl geborenen Surrealisten bis in sein Spätwerk hinein.

Das Kunstmuseum versteht sich aber nicht nur als Hüter der Schätze vergangener Tage, auch die Gegenwart soll einen entscheidenden Teil innerhalb des Programmangebots bestreiten. Abgesehen von aktuellen Ausstellungen engagiert man sich so etwa für die Förderung der Videokunst. Den Grundstock zu einer internationalen Sammlung von Künstlervideos legte die Galeristin Ingrid Oppenheim. Heute umfasst das beständig wachsende Konvolut 350 Videobänder, darunter frühe Arbeiten von Ulrike Rosenbach, Marcel Odenbach und Bill Viola.

Adresse: Kunstmuseum Bonn Friedrich-Ebert-Allee 2
53113   Bonn
Telefon: +49 (0) 228 776260
Internet: www.kunstmuseum-bonn.de(Externer Link)
Öffnungszeiten: Di-So 11-18 Uhr, Mi 11-21 Uhr.
Eintrittspreise: 5 €, erm. 2,50 €.

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