

Ein umgebauter Hochbunker gegenüber dem Hauptbahnhof ist seit 1950 das Domizil der Kunsthalle Recklinghausen. Den eigentlichen Anlass bildete dabei der Gedanke, die 1947 gegründeten Ruhrfestspiele durch Ausstellungen mit bildender Kunst zu erweitern. Man sprengte den Betonklotz auf, entkernte ihn und eröffnete die so geschaffene Kunsthalle Recklinghausen fünf Jahre nach Kriegsende mit einer Ausstellung, in der deutsche und französische Gegenwartskunst aufeinander trafen – in jenen Zeiten ein bahnbrechendes Unterfangen.
Nach wie vor bildet die Kunst nach 1945 einen Ausstellungsschwerpunkt. Bereits 1948 stiftete die Stadt den Kunstpreis „junger westen“, benannt nach der Künstlergruppe, der Emil Schumacher, Hans Werdehausen und Ernst Hermanns angehörten. Als der erste Kunstpreis, den eine Kommune nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs vergab, spiegelt sich in der Riege der Preisträger auch die Geschichte der Kunst nach 1945. Namen wie HAP Grieshaber, Horst Antes, Erich Heuser, Gerhard Richter und Ansgar Nierhoff bezeugen das Qualitätsbewußtsein der Juroren. Die angekauften Werke bilden den Grundstock der Sammlung, daneben liegt ein Schwerpunkt auf dem Informel. Außerdem verfügt die Kunsthalle über eine konzentrierte Sammlung kinetischer Objekte.
| Adresse: |
Kunsthalle Recklinghausen
Grosse-Perdekamp-Str. 25
45657
Recklinghausen
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| Telefon: | +49 (0) 2361 501935 |
| Internet: | www.kunsthalle-recklinghausen.de![]() |
| Öffnungszeiten: | Di-So, Feiertage 11-18 Uhr, Heiligabend u. Silvester 11-14 Uhr. |
| Eintrittspreise: | 1,50 €, erm. 0,75 €, Gruppen je 0,75 €. |