

Die DDR-Kunst hatte es schwer: Erst, nach Gründung des Staates, wurde sie fast vom stalinistischen Pathos erdrückt. Dann folgte in den sechziger Jahren der sozialistische Realismus, ein unfassbar kleinkarierter Naturalismus, der im Parteiauftrag fröhliche Plansoll-Erfüller und das für die Partei bereite, immer bereite sozialistische Jungvolk abzubilden hatte. In den siebziger Jahren, einer vorübergehenden Tauwetter-Periode im Kalten Krieg, bildete sich die „Leipziger Schule“, die für alle ernsthaften Künstler im so genannten Arbeiter-und-Bauern-Staat formgebend wurde.
Ihre herausragenden Namen sind Bernhard Heisig, Werner Tübke und der 2004 verstorbene Wolfgang Mattheuer sowie die Künstlergeneration, die als Schüler von diesem Dreigestirn geprägt worden ist. Sie bekannten sich in teilweise herausragenden Werken, die auch im Westen hohe Anerkennung fanden und zu hohen Preisen erworben wurden, zu den Traditionen der Kunst und ihrem moralischen Anspruch. Auf dieses bildkünstlerische Potenzial fokussierte sich die Sparkasse Leipzig, die seit 1993 eine Kollektion der Werke der Leipziger Schule, aber auch der Region aufbaut. Die moderne Kunsthalle am Ufer der Pleiße verfügt mittlerweile über rund 2000 Exponate aus Malerei, Grafik, Plastik und Fotografie von 1946 bis zur Gegenwart und arrangiert auch diverse Sonderausstellungen.
| Adresse: |
Kunsthalle der Sparkasse Leipzig
Otto-Schill-Str. 4
04109
Leipzig
|
|---|---|
| Telefon: | +49 (0) 341 986 9898 |
| Internet: | www.kunsthalle-sparkasse.de ![]() |
| Öffnungszeiten: | Di-Fr 15-18, Sa/So11-16 Uhr. |
| Eintrittspreise: | 2,50 €, erm. 1,50 €. |