

Frankfurt war immer ein Mittelpunkt deutsch-jüdischen Lebens. Juden gehörten zu den großen Mäzenen, die das Bild der Stadt prägten. Dennoch gab es immer wieder Pogrome, und im Genozid des Nationalsozialismus verlor die Stadt einen bedeutenden Teil ihres Bürgertums. Die wechselvolle Geschichte der Frankfurter Juden wird seit 1989 im Rothschild-Palais, einer dekorativen Baugruppe mit Durchblick zum Main, dargestellt. Neben der Chronologie sind Gebrauchs- und Kultgegenstände zu sehen. Der Besucher erhält einen guten Überblick über die gesamte Kultur und Religion des Judentums in Deutschland vom Mittelalter bis zur Gegenwart. Wechselausstellungen heben einzelne Aspekte hervor. So will man 2010 eine umfangreiche Schau der russisch-jüdischen Einwanderung in die Bundesrepublik widmen.
Das Museum Judengasse am Börneplatz ist eine Dependance des Museums und befindet sich mitten im historischen Zentrum jüdischen Lebens in Frankfurt. Interessant ist das Modell der Frankfurter Judengasse im Mittelalter, das einen Einblick gewährt in die Verhältnisse des damaligen Alltagslebens. Die Gedenkstätte am selben Platz erinnert an 11.000 ermordete Frankfurter Juden. Ihre Namen stehen auf kleinen Metallschildern, die an der Mauer des alten jüdischen Friedhofs hinter den Stadtwerken angebracht sind.
| Adresse: |
Jüdisches Museum (Frankfurt a.M.)
Untermainkai 14
60311
Frankfurt a.M.
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| Telefon: | +49 (0) 69 2123 5000 |
| Internet: | www.juedisches-museum.de![]() |
| Öffnungszeiten: | Di-So 10-17, Mi 10-20 Uhr. |
| Eintrittspreise: | 2,60 €, erm. 1,30 €. |