

Die dreiflügelige Anlage mit Fasanerie, Hirschgarten und Fischteich galt Landgrafen und Großherzögen als Ausgangspunkt für Parforcejagden in wildreiche südhessische Wälder. Das Waffengerät der Blaublüter liegt blank gewienert in Vitrinen, nur der jagdkundlichhistorische Lehrpfad vermittelt noch etwas von der ursprünglichen Atmosphäre, eine Tafel informiert über die „Grundsätze deutscher Weidgerechtigkeit“. Im Rondell-Saal, von dem aus früher fünf Schneisen sternförmig in den Wald führten, sitzen heute Schriftsteller und lesen aus ihren Werken. Musiker spielen im feudalen Ambiente auf.
Kranichstein ist zum beliebten Veranstaltungsort geworden, bereits nach dem letzten Weltkrieg verlieh der Deutsche Literaturfonds hier seine Preise. Schon in höfischer Zeit war das Schloss auch ein Ort von Festen. Daran knüpfen die Sommerspiele mit Konzerten und Theateraufführungen an. Traditionell findet hier der Bundeswettbewerb der Jagdhornbläser statt. Im zur Anlage gehörenden Jagdzeughaus von 1690, einem 112 Meter langen Gebäude, in dem die Pferde standen und Jagdgeschirr untergebracht war, wurde 2003 ein Artenschutzmuseum eingerichtet. Zwei Restaurants, eines davon nobel, werden auch für Veranstaltungen unter dem Motto „Kunst und Kulinaria“ genutzt. Mustergültig saniert wurde die Parkanlage, die direkt in den Wald übergeht.
| Adresse: |
Museum Jagdschloss Kranichstein (Darmstadt)
Kranichsteiner Str. 261
64289
Darmstadt
|
|---|---|
| Telefon: | +49 (0) 6151 718613 |
| Internet: | www.jagdschloss-kranichstein.de![]() |
| Öffnungszeiten: | April-Okt. Mi-Sa 13-18, So 10-18, Nov.-März Mi-Sa 14-17, So10-17 Uhr. |
| Eintrittspreise: | 2,70 €, erm. 1,60 €, Familienkarte 7,50 €. |