

Man würde in der Bergbau-Stadt wohl kaum das bedeutendste Museum ostkirchlicher Kunst außerhalb der orthodoxen Länder vermuten. Das Ikonen-Museum Recklinghausen, 1956 gegründet und mitten in der Altstadt gelegen, vermittelt mit über 1.000 Ikonen, Stickereien, Miniaturen, Holz- und Metallarbeiten aus Russland, Griechenland und anderen Staaten einen Überblick über die vielfältigen Themen der Ikonenmalerei im christlichen Osten.
Der Grundstock für die Sammlung wurde im Winter 1954/ 55 gelegt, als die Kunsthalle Recklinghausen eine Ausstellung von 100 Heiligenbildern aus Kloster- und Privatbesitz präsentierte. Ein Teil der Werke stand zum Verkauf, und der damalige Museumsdirektor Thomas Grochowiak griff zu. Durch Zukäufe und Schenkungen wurde die Sammlung rasch erweitert, so dass 1956 bei der Museumseröffnung bereits über 200 Objekte gezeigt werden konnten.
Einen Blickfang bildet eine sieben Meter breite griechische Nussbaumholz-Ikonostase, eine mit Ikonen geschmückte Wand, wie sie sich in orthodoxen Kirchen zwischen den Gläubigen und dem Altar befindet. Hervorragende Werke befinden sich auch in der koptischen Abteilung des Museums, die ebenfalls als eine der bedeutendsten ihrer Art in Deutschland gilt. Reliefs, Gewebe, Gläser, Bronzen, Kreuze und Mumienporträts belegen die künstlerische Vielfalt in Ägypten vom 1. Jahrhundert bis ins frühe Mittelalter.
| Adresse: |
Ikonen-Museum Recklinghausen
Kirchplatz 2
45657
Recklinghausen
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| Internet: | www.ikonen-museum.com![]() |
| Öffnungszeiten: | Di-So, Feiertage 11-18 Uhr, Heiligabend u. Silvester 11-14 Uhr. |
| Eintrittspreise: | 5 €, erm. 2,50 €, Gruppen je 2,50 €. |
| Führungen: | Termine werden auf der Homepage veröffentlicht. |