

Diese Insel lädt zu einer sinnlichen Entdeckungsreise ein, für die man sich mindestens einen halben Tag Zeit nehmen sollte. Mitten in einer rekultivierten Landschaft mit Pappeln, Weiden, Wildblumen und Biotopen, kenntnisreich angelegt vom Landschaftsplaner Bernhard Korte, liegen die skulpturalen Bauten, die der Bildhauer Erwin Heerich entworfen hat. Überall lauern Überraschungen – auf Wiesen und Lichtungen befinden sich Skulpturen und Monumente, die es zu entdecken gilt und die im Sommer hinter dichtem Buschwerk fast verschwinden.
Vom Maler Gotthard Graubner stammt die eigenwillige Inszenierung der Kunstwerke in den einzelnen Räumen, die auf Dialogwirkung ausgerichtet ist. Auch hier gibt es keine Beschriftungen und kein Wachpersonal; dass sich die Kunst solcherart unbeeinflusst und unverkrampft erleben lässt, ist Bestandteil des ungewöhnlichen Konzepts, auf das sich auch Kunstfreunde auf dem benachbarten Ausland gerne einlassen. Im Ausstellungsgebäude Nr. 14 mit seinen zwölf Räumen werden völlig unterschiedliche Sammlungskomplexe präsentiert: völkerkundliche Exponate aus Afrika, Ozeanien, China und dem alten Persien; Filz- und Tonarbeiten von Eduardo Chillida; Möbelobjekte von Gerrit Rietveld und Marcel Breuer; Plastiken von Anatol Herzfeld, dessen Atelier sich auf dem Gelände befindet; Skulpturen und Mobiles von Alexander Calder; Bilder von Yves Klein, Bruno Goller und anderen.
Im „Labyrinth“ korrespondieren die großformatigen, farbdurchtränkten Kissen bilder von Gotthard Graubner mit Khmer-Skulpturen. In der „Schnecke“ ist das graphische Kabinett untergebracht. Radierungen von Rembrandt, Graubner, Chillida und Corinth hängen hier neben Zeichnungen von Gustav Klimt und Henri Matisse und Aquarellen des französischen Impressionisten Paul Cézanne und von Bart van der Leck. Wachsskulpturen von Medardo Rosso setzen einen besonderen Akzent. Eine eigenwillige Stimmung herrscht in den lichten Räumen der Orangerie, wo die mächtigen Köpfe aus der historischen kambodschanischen Khmer-Zeit in fast urwaldlich anmutender Umgebung gezeigt werden; die strengen Skulpturen von Erwin Heerich haben ihren Platz in der „Galerie“ gefunden.
Das Arbeitshaus von Anatol Herzfeld ist nach dessen Vorstellungen rekonstruiert worden und liegt auf der Lichtung eines Wäldchens, als sei es eben erst verlassen worden – umgeben von bizarren, überlebensgroßen Eisenfiguren und jeder Menge Werkzeug. Stramm und stumm steht da der Trupp Soldaten aus rostigem Eisen, den der Beuys-Schüler geschaffen hat und der zu den meistfotografierten Motiven im open-air- Museum gehört.
| Adresse: |
Stiftung Insel Hombroich
Minkel 2
41472
Neuss
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| Telefon: | +49 (0) 2182 20 94 |
| Internet: | www.inselhombroich.de![]() |
| Öffnungszeiten: | Di-So 10-18 Uhr. |
| Eintrittspreise: | 7,50 €, erm. 5€. |