

Einmal einen Schatz ausgraben! Davon träumten Menschen vor 150 Jahren wahrscheinlich so wie heute vom Lottogewinn. Und südlich der Elbe, in der Nähe von Harburg, lachte um 1868 einigen wenigen tatsächlich das Glück. Im Thorsmoor hatte man beim Torfstechen merkwürdige Gegenstände gefunden. Und von da an machten sich eifrige Freizeitarchäologen auf, um nach dem Gold der Frühzeit zu graben. Sie fanden Gürtelbeschläge, Schwerter, Schilde, Pfeile und Gefäße. Die privaten Sammlungen wuchsen und mit ihnen der Wunsch nach einem Ausstellungsraum. Im August 1898 war es dann so weit. Fünf Herren, darunter der Kaufmann August Helms, gründeten den „Museumsverein für den Stadt- und Landkreis Harburg“. Noch heute trägt das „Hamburger Museum für Archäologie und die Geschichte Harburgs“ seinen Namen: Helms-Museum.
Die Sammlung, das versteht sich, ist mittlerweile beträchtlich angewachsen. Sie umspannt die Zeit von etwa 36.000 vor Christus bis zum Mittelalter. Das älteste Stück stellt die Schädelplatte eines Neandertalers dar, der vor 38.000 Jahren in Norddeutschland lebte. Und 14.000 Jahre ist es her, dass diese Gegend unter einer dicken Schneedecke lag. Bevölkert von Wollnashörnern, Mammuts und Rentieren. Riesige Panoramabilder stellen das Leben in der Eiszeit anschaulich nach. Dazu kommen ein mit Sonnenmotiven verzierter Gürtel aus der Zeit um Christi Geburt, die hölzerne Grabkammer eines Fürsten aus dem zweiten nachchristlichen Jahrhundert, reich verzierte Silberbroschen oder Scheibenfibeln und viele außergewöhnliche Exponate mehr.
Die Schätze des Museums präsentiert eine Dauerausstellung in umgebauten Räume am Harburger Rathausplatz. Das Haupthaus am Museumsplatz zeigt ausschließlich Sonderausstellungen. In einer weiteren Dependance, der Alten Feuerwache in der Hastedtstraße ist die Abteilung zur Stadtgeschichte Harburgs untergebracht. Zu sehen sind etwa eine alte Apothekeneinrichtung oder der Darboven-Laden, eine Kaffeerösterei aus dem Jahr 1895.
Wem das nicht genügt, der kann Archäologie zusätzlich erwandern. Denn zum Museum gehört ein Wanderpfad in der Fischbeker Heide entlang an Grabhügeln, Mergelkuhlen und einem Urnenfriedhof.
| Adresse: |
Helms-Museum (Hamburg)
Museumsplatz 2
21073
Hamburg
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| Telefon: | +49 (0) 40 428 713693 |
| Internet: | www.helmsmuseum.de![]() |
| Öffnungszeiten: | Di-So 10-17 Uhr. |
| Eintrittspreise: | 6 €, erm. 3 €, Kinder bis 17 J. frei. |