

Es war einmal ein Leipziger Kaufmann, der zu Reichtum gekommen war und als Mäzen Gutes tun wollte. Also gründete Dominic Grassi eine Stiftung und ließ zwischen 1925-29 hinter der Johanniskirche einen eindrucksvollen Museumskomplex im Art-déco-Stil von Stadtbaurat Hubert Ritter errichten. Das war der bedeutendste Museumsneubau vor dem Zweiten Weltkrieg. Darin brachte er die Sammlungen des Museums für Völkerkunde (Eigentümer: Freistaat Sachsen), des Museums für Kunsthandwerk (Stadt Leipzig) und des Musikinstrumentenmuseums (Uni Leipzig) unter – das damit zu einem der größten musealen Orte der Messestadt wurde.
Durch Kriegseinwirkungen und mangelhafte Wiederaufbauarbeiten in DDR-Zeit wurde das Gebäude stark in Mitleidenschaft gezogen, bereits 1992 listete eine Schadenserfassungsliste Mängel über Mängel auf. Die Konsequenz: Grundlegende Sanierung. Das neue Grassi-Museum, das seit 2005 Museum für Angewandte Kunst heißt, wurde 2007 wiederöffnet. Als erste Dauerausstellung ist "Antike bis Historismus" den Besuchern zugänglich. Die Ausstellungen "Asiatische Kunst" und "Jugendstil bis Gegenwart" sollen folgen. Damit wollen die neu konzipierten Ausstellungen einen Überblick über die Geschichte des europäischen und asiatischen Kunstgewerbes geben.
| Adresse: |
Museum für Angewandte Kunst (Leipzig)
Neumarkt 20
04109
Leipzig
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|---|---|
| Telefon: | +49 (0) 341 213 3719 |
| Internet: | www.grassmuseum.de![]() |
| Öffnungszeiten: | Tgl. 10-19 Uhr. |
| Eintrittspreise: | Frei. |