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Goethe-Museum (Düsseldorf)

Duesseldorf

Am östlichen Rand des Hofgartens liegt das 1748 errichtete „Schloss Jägerhof“, in dem das Goethe-Museum untergebracht ist. An dem rosa getünchten Jagdschloss ist der Geheimrat während seiner Besuche in Düsseldorf (1774 und 1792) sicherlich gelegentlich vorbeispaziert, denn er nächtigte jedes Mal in unmittelbarer Nachbarschaft. Den Grundstock für das Museum legte die Sammlung von Anton Kippenberg (1874-1950), der als Leiter und Inhaber des Leipziger Inselverlags zu Weltruhm kam. Kippenberg trug zahlreiche Objekte zusammen, mit denen er den Geist der Goethe-Zeit aufleben lassen wollte: Münzen und Medaillen, Gläser und Porzellan, Porträts und Büsten, vor allem aber Briefe, Werkmanuskripte, Noten und Bücher, die zu den Schätzen des Museums gehören. Nur ein kleiner Teil der insgesamt 35.000 Gegenstände kann ausgestellt werden.

Das Hauptthema – Goethes Leben und Werk – eröffnet sich in den 11 Räumen in chronologischer Folge anhand von etwa 1.000 ausgestellten Zeugnissen. Die Erstausgaben der einzelnen Werke des Dichterfürsten werden, umgeben von Entwurfsblättern und Briefen aus der Entstehungszeit, in Vitrinen präsentiert. Städtebilder und Landschaften weisen auf die Orte hin, an denen Goethe weilte; eine Studio-Ausstellung widmet sich Goethes Farbenlehre. Auch dem „Faust“-Thema ist ein eigener Saal gewidmet.

Die Bibliothek enthält 17.000 Bücher und 3.000 Musikalien aus der Goethezeit. Neben Frankfurt und Weimar ist Düsseldorf der dritte Hort der Goethe-Pflege.

Das Obergeschoss von Schloss Jägerhof zeigt in zwei eleganten Räumen die Sammlung Ernst Schneider. Schneider, ehemals Präsident der Düsseldorfer Industrie- und Handelskammer, sammelte vor allem erlesenes Porzellan und Silber und schenkte der Stadt bereits zu Lebzeiten zahlreiche Objekte. In dem intimen Ambiente kommen die Meißner Porzellane aus der Früh- und Glanzzeit der Manufaktur zusammen mit Tafelsilber und ausgewählten Einrichtungsgegenständen schön zur Wirkung. Die Porzellane geben einen guten Einblick in die Geschichte deutscher Porzellangestaltung im 18. Jahrhundert. Ähnlich wie das „weiße Gold“ diente auch das Tafelsilber zur Demonstration fürstlicher Prachtentfaltung und Tischkultur. Schneiders Sammlung umfasst große Terrinen, Servierplatten, Kannen, Kessel, Deckelbecher und Besteck, das von Dresdner und Augsburger Meistern vor allem für den Dresdner Hof geschaffen wurde.

Adresse: Goethe-Museum (Düsseldorf) Jacobistraße 2
40211   Düsseldorf
Telefon: +49 (0) 211 899 62 62
Internet: www.goethe-museum-kippenberg-stiftung.de(Externer Link)
Öffnungszeiten: Di-Fr, So 11-17, Sa 13-17 Uhr.
Eintrittspreise: 3 €, erm. 1,50 €.
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