Zur Navigation springen

Zur Startseite von deutschland-reise.de

Deutsches Filmmuseum (Frankfurt a.M.)

Deutsches Filmmuseum Frankfurt a.M.
Deutsches Filmmuseum (Foto: Deutsches Filmmuseum)
weitere Fotos

Nach dem Tod der großen Schauspielerin Maria Schell am 26. April 2005 gelangte ihr Nachlass in Deutschlands wichtigstes Filmmuseum. Ein Team von drei Personen begann mit weißen Handschuhen, Klarsichthüllen und Laptop mit der Sichtung. Die Ikone des Nachkriegsfilms hatte Berge persönlicher Dinge, Aufzeichnungen und Bilder hinterlassen. Dazu Videos, Fanalben, Preise und Presseausschnitte. Die gebürtige Kärntnerin brachte einst Glamour ins deutsche Filmgeschäft, sie spielte mit Partnern wie Marcello Mastroianni, Yul Brunner und Gary Cooper, sie verkörperte später im Fernsehen die resolut-umsichtige, stets gut gelaunte Mutter. 2002 hatte sie für ihr Lebenswerk noch einen Bambi überreicht bekommen, da war sie schon von ihrer Krankheit gezeichnet.

Frankfurt

Das Haus ist die Institution schlechthin, wenn es um das Archivieren filmischen Materials geht, um dessen wissenschaftliche Aufbereitung und die Vermittlung des Mediums Film. Deshalb haben Stanley Kubrick oder der Berliner Filmproduzent Artur Brauner ihre Archive an den Main bringen lassen. Auch Kulissen und Geräte, die beim Filmen verwendet wurden, werden hier gesammelt. Das 1980 formal gegründete, seit 1984 betriebene Museum gehört zu den meistbesuchten Deutschlands und bringt unter allen städtischen Museen Frankfurt am meisten ein.

Das liegt auch an der Fülle dessen, was es zu bieten hat: Neben der Dauerausstellung, die auf 600 Quadratmetern Studioarchitektur und ganze Kulissennachbauten, Originalgeräte, Guckkasten und Bildertrommeln, die Laterna magica und die Camera obscura, Tricktechnik (die ausprobiert werden darf), Abgüsse von Gesichtsmasken (z.B. die von Frankenstein) und die größte Sammlung vorfilmischer Bilderspiele zeigt, haben Einzelausstellungen wie die über Marlene Dietrich, den Magier Alfred Hitchcock oder die Magierin Audrey Hepburn für Besucherrekorde gesorgt.

Der Vorteil des Deutschen Filmmuseums, umgebaut und eingerichtet von dem Wiesbadener Architekten Helge Bofinger, ist seine Kompaktheit: Aus einer Hand kommen ein Ausstellungsprojekt, eine begleitende Kinoreihe, Vorträge, eine wissenschaftliche Dokumentation und das entsprechende Marketing-Knowhow. Ob Eisenstein, Münchhausen, das Thema Filmarchitektur oder King Kong – in Frankfurt schöpfen Ausstellungsmacher stets aus dem Vollen: zum Vorteil der Schulklassen, Familien und Einzelbesucher.

In der gemeinsamen Bibliothek mit dem Deutschen Filminstitut befindet sich ein Bestand von rund 80 000 Medien, in den Archiven lagern seltene Filmkopien und Dokumente. Deutsche Regisseure von Volker Schlöndorff bis Wim Wenders liefern nach ihrer Arbeit nicht nur Zelluloid, sondern auch Unterlagen zu ihren neuen Arbeiten ab. Das Museum erhielt die private Sammlung des filmbesessenen Frankfurters Paul Sauerlaender, Jahrgang 1916, der von seinem 14. Lebensjahr alles gesammelt hatte, was mit der frühen Geschichte des Films zusammenhing. Dieser Grundbestand ist vor allem in der Dauerausstellung zur Vorgeschichte des Kinos zu sehen. Neben den Ausstellungen sind ständige Filmreihen die Attraktion des Hauses. Im Untergeschoss ist das Kommunale Kino untergebracht, das eine Technik besitzt, die auch das Abspielen seltener Formate ermöglicht.

Adresse: Deutsches Filmmuseum (Frankfurt a.M.) Schaumainkai  41
60596   Frankfurt a.M.
Telefon: +49 (0) 69 2123 8830
Internet: www.deutschesfilmmuseum.de(Externer Link)
Öffnungszeiten: Di/Do/Fr 10-17, Mi/So 10-19, Sa 14-19 Uhr.
Eintrittspreise: 2,50 €, erm. 1,30 €, Sonderausstellung 4 €, erm. 3 €, Kombiticket 5,60 €, erm. 3,80 €.

Kulturverführer-Shop(Externer Link)

Kulturverführer

Jetzt bestellen: Die unverzichtbaren Begleiter für ganz Deutschland...

Das aktuelle Städtewetter für Deutschland(Externer Link)

Das aktuelle Städtewetter

Die Hauptstadt und weitere Städte auf berlin.de mehr »(Externer Link)

Winter im Land der Tausend Seen(Externer Link)

Marina Wolfsbruch Badelandschaft

Das Winterspecial für eine Kurzreise in die Mecklenburgische Seenplatte. Zwei Übernachtungen schon ab 99,00 € pro Person im Kajütenzimmer.  mehr »(Externer Link)

Videos: Kunst und Kultur in Deutschland

Videos: Kunst und Kultur in Deutschland

Orte der Kunst und Kultur in Bild und Ton mehr »