

St. Bartholomäus war nie Bischofssitz, dennoch Kaiserdom, weil seit 1356 mehrfach Wahl- und Krönungskirche deutscher Kaiser und Könige. Die Urkirche stammt aus dem 14. Jahrhundert, nach dem Stadtbrand von 1880 und dem Zweiten Weltkrieg wurde der Dom zweimal völlig neu aufgebaut, dabei erweitert und modernen Gegebenheiten angepasst.
In seinem ältesten Teil, dem mittelalterlichen Kreuzgang, wurde 1987 das Dommuseum eingerichtet. Herausragend sind die dort ausgestellten Funde aus einem spätmerowingischen Mädchengrab des 7. Jahrhunderts. Zum Domschatz gehören aber hauptsächlich Gewänder der katholischen Liturgie, Altargerät und Reliquiare aus sieben Jahrhunderten. Im Innenhof des Kreuzgangs werden Wechselausstellungen zeitgenössischer Kunst inszeniert.
Architekturfreunde werden ihre Freude am Dom haben, einem der monumentalen Kirchenbauten im alten Reich. Das bereits in der Frühgotik errichtete Langhaus erhielt zu Beginn des 15. Jahrhunderts dazu den dreigeschossigen Turm. Seine Fronten zeigen sich sowohl flächenhaft als auch plastisch verziert und von filigraner Vielfalt. Das Maßwerk der hochreichenden Fenster wird oft mit den verspannten Saiten einer Harfe verglichen. Die Bauhistorikerin Ulrike Schubert klettert seit 2001 in dem Gotteshaus herum, auch an der Fassade. Sie dokumentierte alles, bevor die millionenteure Sanierung begann, die 2008 abgeschlossen wurde. Ihre Vergleiche des Fassadenschmucks mit alten Bauplänen und Fotografien haben die Bedeutung vieler der Figuren erhellt, die bis dato im Dunkeln lag.
| Adresse: |
Dommuseum (Frankfurt a.M.)
Domplatz 14
60311
Frankfurt a.M.
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| Telefon: | +49 (0) 69 1337 6186 |
| Internet: | www.dommuseum-frankfurt.de![]() |
| Öffnungszeiten: | Di-Fr 10-17, Sa/So 11-17 Uhr. |
| Eintrittspreise: | 2 €, erm. 1 €. |