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Deutsches Architekturmuseum (Frankfurt a.M.)

Deutsches Architekturmuseum Frankfurt
Deutsches Architekturmuseum (Foto: DAM / Thomas Riehle)
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Das europaweit einmalige Museum ist abermals aufgerüstet worden. Fußböden und Glasdächer wurden erneuert, die Beleuchtungsführung verbessert, Shop und Café eingerichtet. Neben dem Ausstellungsbetrieb sind nun auch Film-, Literatur- und Musik-Events möglich. Ingeborg Flagge und ihr Team haben sich etwas einfallen lassen, um Besucher anzulocken. Das Deutsche Architekturmuseum sei offen für „Alltagsthemen und regionale oder populäre Themen“, verlautbart ihre Chefin – und aktiviert damit prompt eine neue Gruppe von Mäzenen.

Frankfurt

Der Kölner Architekt Oswald Mathias Ungers baute die aus dem Jahr 1912 stammende Doppelhausvilla zu einem Erlebnis-Museum um, als der Begriff noch gar nicht in Umlauf war. Das war nicht leicht, die Statik des Altbaus war nicht ausreichend, und nur durch rigorose Entkernung konnte das Konzept vom Haus-im-Haus realisiert werden. Aber auch die zur Verfügung stehenden Flächen waren zu gering und mussten durch eine das ursprüngliche Gehäuse umgebende Glashalle erweitert werden. Ungers nahm die Umgestaltung so vor, dass sie im Innern – bis hin zur tragenden Stahlbeton-Konstruktion – zu sehen ist: transparente Architektur.

Balustradengesäumte Öffnungen verbinden die Ausstellungsgeschosse optisch miteinander. Die strenge Quadratur des Raumgefüges entmaterialisiert das Gebäude und gibt ihm, noch betont durch das konsequente Weiß der Wände und die Kunstlichtstreuung, ein abstraktes Raumerlebnis. Das Architekturmuseum bietet so in einer Umgebung, die das Bauen in seiner Vielfalt und Komplexität darstellt – die menschliche Bau- und Siedlungsgeschichte von der Steinzeit bis zur Gegenwart –, gleichsam ein gebautes Lehrstück dar. Zugleich betont der Bau Notwendigkeit und Schönheit denkmalpflegerischen Handelns. Wechselausstellungen unterstreichen die Bedeutung des einzigen Museums hierzulande, das sich ganz der Darstellung der Entwicklung der Weltarchitektur verschrieben hat.

Adresse: Deutsches Architekturmuseum (Frankfurt a.M.) Schaumainkai  43
60596   Frankfurt a.M.
Telefon: +49 (0) 69 2123 8844
Internet: www.dam-online.de(Externer Link)
Öffnungszeiten: Di-So 10-18, Mi 11-20 Uhr.
Eintrittspreise: 6 €, erm. 3 €.

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