

Hier wohnen Heinz Rühmann und Marlene Dietrich. Und auch Fritz Lang und Erich Pommer. Genau genommen wohnt im Filmhaus natürlich nur ihr Nachlass, aber wer wird denn so kleinlich sein? In der Hinterlassenschaft von Stars steckt doch immer noch ein faszinierendes Glitzern. Und im Archiv des Berliner Filmmuseums lagern mehr als 380 Nachlässe und Teilnachlässe von Persönlichkeiten und Betrieben aus der Filmbranche. Hier ist man unter den Sternen des Kinohimmels, allesamt akribisch sortiert und erschlossen: Jede Sammlung trägt den Namen des Nachlassbildners oder des Materialgebers, die Archivalien sind nach Filmtiteln, Personen- oder Firmennamen und / oder auch nach Stichworten sortiert.
Das Filmhaus beherbergt nicht nur die Sammlungen des Filmmuseums Berlin und seine Bibliothek, dazu Dauerausstellungen zur Film- und (seit 2006) zur Fernsehgeschichte sowie Wechselausstellungen, sondern auch eine Filmschule (dffb), zwei Kinos mit künstlerischem und innovativem Repertoire (Arsenal 1 + 2), ein Online-Center, die Deutsche Mediathek, einen Museumsshop und die Bar „Billy Wilder’s“ (zu diesem Namen hat der Regisseur ausdrücklich seine Zustimmung gegeben). Die ganze Welt der bewegten Bilder unter einem Dach, weshalb das Film- und Fernsehmuseum sich auch neudeutsch „House of Moving Images“ nennt.
All das ist ziemlich einmalig, wenigstens in Europa. Seit es im Februar 1963 (damals noch unter dem Namen Deutsche Kinemathek e.V.) gegründet wurde, hat man fleißig gesammelt, sehr fleißig: über eine Million Szenen-, Porträt- und Werkfotos, 30.000 Drehbücher, 20.000 Plakate, 60.000 Filmprogramme, Zulassungskarten, filmografische und biografische Materialien, Architektur- und Kostümskizzen, Nachlässe sowie Projektoren, Kameras und Zubehörgeräte von 1895, der Frühzeit des Kinos, bis heute. Einen Schwerpunkt bilden auch die künstlichen Welten des Fantasy- und Sciencefiction-Films. Etwa 12.000 deutsche und ausländische Stumm- und Tonfilme lagern im Filmhaus, ein Hauptgewicht liegt auf Avantgarde-, Experimental- und Dokumentarfilm. Ein Verleih sorgt dafür, dass die Bestände der Kinemathek sowie Produktionen der Deutschen Film- und Fernsehakademie Berlin für nichtkommerzielle Spielstellen wie kommunale Kinos, Filmclubs, Volkshochschulen oder Universitäten auch zugänglich sind. Seit 1977 konzipiert und organisiert das Filmmuseum Berlin dazu die Retrospektiven der Berlinale.
| Adresse: |
Deutsche Kinemathek - Museum für Film und Fernsehen (Berlin)
Potsdamer Straße 2
10785
Berlin
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| Telefon: | +49 (0) 30 300 9030 |
| Internet: | www.filmmuseum-berlin.de![]() |
| Öffnungszeiten: | Di-So 10-18 Uhr, Do 10-20 Uhr, Mo geschlossen. |
| Eintrittspreise: | 6 €, erm. 4,50 €, Schüler 3 €. |
| Nahverkehr: | Bus:
Varian-Fry-Str.: 200, N2, M48, M85
S+U Potsdamer Platz Bhf: M41, M48, M85 S Potsdamer Platz Bhf/Voßstr.: M41, M85 S-Bahn:
S+U Potsdamer Platz Bhf: S1, S2, S25
U-Bahn:
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