

München war die „Hauptstadt der Bewegung“. Doch die Stadt tut sich immer noch schwer mit ihrer schlimmen Vergangen- heit; seit Jahrzehnten schleppen sich die Pläne für ein NS-Dokumentationszentrum nur mühsam voran, und erst jetzt scheint man dem Durchbruch nahe zu sein. So ist die KZ-Gedenkstätte draußen vor den Toren der Stadt einer der wenigen Orte, an denen die Nazi-Geschichte dokumentiert und aufgearbeitet wird. Das KZ Dachau, 1933 gebaut, wurde zur ersten „Schule der Mörder“ und zum Vorbild für die anderen Lager der Nazis.
Das Gelände der KZ-Gedenkstätte Dachau ist noch heute ein merkwürdig düsterer Ort, obwohl nur zwei der 34 Häftlings- baracken noch stehen. Auch der elektrisch geladene Stacheldrahtzaun ist noch erhalten, ebenso das Wirtschafts- gebäude, in dem heute die Lagerdokumentation untergebracht ist, das Krematorium und das berühmte Eingangstor mit dem zynischen Spruch „Arbeit macht frei“. Die Ausstellung im Wirtschaftsgebäude des Lagers gibt anhand von Fotos und Dokumenten einen Überblick über die Schreckensherrschaft der SS im Lager, aber auch über das gesamte System der KZs unter den Nazis. Der Film „KZ Dachau“ wird jeweils um 11 und 15 Uhr in deutscher Sprache gezeigt und um 11.30 und 15.30 Uhr in Englisch; er dauert zwanzig Minuten. Führungen gibt es auf Voranmeldung in verschiedenen Sprachen.
| Adresse: |
KZ-Gedenkstätte Dachau (München)
Alte Römerstraße 75
85221
Dachau
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| Telefon: | +49 (0) 8131 669970 |
| Internet: | www.kz-gedenkstaette-dachau.de![]() |
| Öffnungszeiten: | Di-So 9-17 Uhr. |
| Eintrittspreise: | Frei. |