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Kunst- und Ausstellungshalle der Bundesrepublik Deutschland (Bonn)

Bundeskunsthalle
Kunst- und Ausstellungshalle der Bundesrepublik Deutschland (Foto: Presseamt Bundesstadt Bonn)

Die Bonner schätzen sich glücklich, dass die Kunst- und Ausstellungshalle der Bundesrepublik Deutschland noch am Rhein gebaut wurde, bevor der große Exodus in die neue Hauptstadt Berlin einsetzte. Über mehr als ein Jahrzehnt hinweg gelang es hier, eine Institution zu bespielen, die für große, repräsentative Ausstellungen einen perfekten Rahmen bietet. Während der Fahrt durch die Köln-Bonner-Bucht bleiben die drei Türme der Ausstellungshalle weithin sichtbar.

Koeln

Durch einen Veranstaltungszyklus, der „Die großen Sammlungen“ der Welt von Paris bis Tokio vorstellt und so vom impressionistischen Meisterwerk über die Skulpturen der Azteken und die Lackarbeiten japanischer Maler bis zu den barocken Schätzen der Päpste einen Blick in ferne Sammlungen ermöglicht, entwickelte sich dieses Museum zu einem Tor zur internationalen Kunstwelt. Neben umfangreichen Werkschauen zeitgenössischer Künstler wie Claes Oldenburg, Sigmar Polke und Georg Baselitz gelangen dem Museum immer wieder aufsehenerregende Ausstellungen, die ästhetisch neue Wege eröffneten. Naturkundliche Ausstellungen über das Wetter oder eine Schau zur Gentechnologie gehören ebenso zum Repertoire wie Präsentationen in den Bereichen Architektur, Design und Fotografie. Aufwändige Präsentationen wie „Ägyptens versunkene Schätze“ zogen Tausende von Besuchern an. Tief in die Vergangenheit blicken auch Ausstellungen wie „Rom und die Barbaren“; das Interesse für fremde Kulturen wird etwa durch Tempelschätze aus Japan oder Pakistan geweckt.

Der Wiener Architekt Gustav Peichl konzipierte dazu einen Bau mit 5.600 Quadratmetern Ausstellungsfläche, der sich in viele einzelne Segmente unterteilen lässt und als Kommunikations- und Kongresszentrum genutzt werden kann. So holt man Wissenschaftler, Filmemacher, Autoren, Tänzer und Aktionskünstler in das Museum hinter den zum Wahrzeichen gewordenen 16 Stahlsäulen an der Friedrich-Ebert-Allee, welche die Bundesländer symbolisieren. Eine besondere Attraktion stellt die „fünfte“ Fassade der Kunst- und Ausstellungshalle dar: Auf dem begrünten Dachgarten finden große Skulpturen-Ausstellungen statt, die Werkschauen von großen Plastikern wie Niki de Saint Phalle und Gordon Craigg gewidmet sind. Von hier hat man einen weiten Blick auf das Rheintal und den Veranstaltungsplatz vor der Kunsthalle, auf dem in den Sommermonaten Rockkonzerte stattfinden.

Adresse: Kunst- und Ausstellungshalle der Bundesrepublik Deutschland (Bonn) Friedrich-Ebert-Allee 4
53113   Bonn
Telefon: +49 (0) 228 91710
Internet: www.kah-bonn.de(Externer Link)
Öffnungszeiten: Di / Mi 10-21, Do-So 10-19 Uhr.
Eintrittspreise: 8 €, erm. 5 €.

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